Klaus Uwe Benneter neuer ADCG-Präsident
Klaus Uwe Benneter neuer ADCG-Präsident
Neuss, 18.12.2025. Der frühere SPD-Generalsekretär und ehemalige Bundestagsabgeordnete Klaus Uwe Benneter übernimmt ein neues Amt. Die Allianz der Deutschen China-gesellschaften (ADCG) wählte den früheren Spitzenpolitiker auf ihrer Jahrestagung in Neuss einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten.
Die Allianz Deutscher China-Gesellschaften ist die bundesweite Dachgesellschaft der deutschen Freundschaftsgesellschaften, die vor allem die Beziehungen zwischen Deutschland und China und den persönlichen Austausch der Menschen der beiden Länder nachhaltig ausbauen und das Verständnis und den Respekt gegenüber der jeweils anderen Kultur fördern will. Mit ihrem Engagement will sie laut ihrer Satzung die China-Kompetenz fördern und dazu beitragen, dass Deutschland und China gemeinsam für eine stabile und friedliche Weltordnung eintreten.
In seiner Antrittsrede appellierte Benneter an die vielen Freundschaftsgesellschaften:
„Nachdem die Pandemie kaum noch persönliche Begegnungen zugelassen hatte, ist es jetzt an der Zeit, unsere langjährig gewachsenen Verbindungen und unsere guten Kontakte zu China auf allen Ebenen wieder zu intensivieren.“ China „sei und bleibe ein bestimmender Faktor in einer auf Frieden, internationale Stabilität und nachhaltige Entwicklungen ausgerichteten multipolaren Weltordnung“, führte Benneter weiter aus.
MdB Carl-Philipp Sassenrath: zu China besseres Vertrauen aufbauen
Auch der Neusser CDU-Bundestagsabgeordnete Carl-Philipp Sassenrath plädierte in seiner Begrüßungsrede dafür, „mit China zu reden“ und ein „besseres Vertrauen aufbauen“. Eine China-Strategie mit dem „Dreiklang Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale greift zu kurz. Notwendig ist eine operative Trennung der Handlungsfelder. Entscheidend ist dabei eine differenzierte Betrachtung“, so der Christdemokrat.
Sassenrath forderte, dass „Außenpolitik nicht innenpolitisch instrumentalisiert werden darf“. Das sei in den vergangenen Jahren leider zu häufig der Fall gewesen und habe immer wieder vor allem die Beziehungen mit China betroffen. Im Hinblick auf einseitige Abhängigkeiten betonte Sassenrath die Notwendigkeit der Diversifizierung und sagte: „Wir müssen selbst besser werden. Souveränität entsteht aus eigener Stärke.“ Gerade mit Blick auf den Krieg Russlands gehen die Ukraine sei es notwendig mit China zu reden: „Nur wer miteinander spricht, kann Erwartungen klar formulieren und Verantwortung einfordern.“
Der Unionspolitiker lobte in diesem Zusammenhang auch die Arbeit der Freundschaftsgesellschaften, denn gerade „stabile gesellschaftliche Netzwerke“ seien von „unschätzbarem Wert“. „Hier kommt den deutschen China-Gesellschaften eine besondere Bedeutung zu“, so Sassenrath, denn diese „tragen den Dialog in die Gesellschaft hinein, fördern wirtschaftlichen, kulturellen und sprachlichen Austausch und schaffen belastbare persönliche Beziehungen.“ Dieser Beitrag sei „nicht nur ergänzend zur Politik – er ist ihre Grundlage“ und sei „Ausdruck einer bürgerlichen, verantwortungsbewussten Außenpolitik“,
sagte er.
Die in der ADCG organisierten deutsch-chinesischen Freundschaftsgesellschaften unterhalten teilweise bereits seit vielen Jahrzehnten umfassende persönliche und insbesondere vertrauensvolle Beziehungen in die chinesische Gesellschaft. Viele ihrer Mitglieder sind ausgewiesene China-Experten.
„Vertrauen ist die Basis für ein respektvolles Miteinander und dann können wir auch die größten Herausforderungen bestehen. Wir müssen China nicht belehren wollen, sondern sollten mit China gute Beziehungen auf Augenhöhe anstreben“, sagt ADCG-Präsident Benneter.


