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ADCG-Präsidium kritisiert Verweigerung von Visa an Chinesen

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Es ist ein erstes positives Zeichen. Zumindest für die zentrale Feier zum 50-jährigen Jubiläum der diplomatischen Beziehungen Ende Oktober in Freiburg will das Auswärtige Amt (AA) dafür Sorge tragen, dass dazu eingeladene Gäste aus China auch ein Visum für Deutschland erhalten.


Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Präsidium der ADCG und den zuständigen AA-Mitarbeitern vergangene Woche in Berlin. ADCG-Präsident Johannes Pflug zeigte sich erleichtert, denn in den vergangenen Jahren gab es kaum noch Visa für chinesische Gäste. Begründet wurde diese Praxis durch die rigide Corona-Politik der Volksrepublik China, die ihre Landesgrenze nicht nur für alle Touristen, sondern für nahezu alle Besucher geschlossen hatte.
Mittlerweile lockert China sowohl die Voraussetzungen für die Visavergabe als auch die Quarantäneregeln. Dennoch sind diese für viele, insbesondere für Businessreisende nach wie vor schon aus Zeitgründen kaum zu erfüllen.

Die ADCG kritisierte vor allem aber die restriktive Handhabung bei der Vergabe von Visa für Austauschstudenten, Austauschschülern und Kulturgruppen. „Viele Kontakte sind regelrecht abgerissen“, sagt ADCG-Vizepräsident Felix Kurz.


Weil für alle Freundschaftsgesellschaften die persönlichen Kontakte und Begegnungen auf der zivilgesellschaftlichen Ebene gekappt wurden, forderte das ADCG-Präsidium bei seinem Besuch im AA, dass die deutsche Seite ihre Blockadehaltung aufgeben müsse und Visa unabhängig von der Praxis der chinesischen Behörden wieder erteilen soll.

„Wir müssen den Austausch, die Kommunikation, die wirtschaftlichen Kontakte und das Verständnis zwischen den Menschen unserer beiden Länder wieder in Gang setzen und genau deshalb brauchen wir auch wieder eine offenere Visapolitik“, forderte Vize-Präsident Georg Türk.


Hier allerdings blockten die Vertreter des AA. Sie beriefen sich auf die „ so genannte Philosophie der Reziprozität“. Solange China seine Grenzen nicht für alle öffnen werde, sei auch die Bundesregierung nicht bereit die Visa-Praxis für Chinesen zu ändern. Für bestimmte Anlässe wie etwa das 50jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen unseren Ländern sei man allerdings bereit, dafür zu sorgen, dass die Visa zu erteilt werden.

Die ADCG e.V.

Die ADCG e.V. ist die Dachorganisation Deutsch-Chinesischer Gesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland für China auf allen Ebenen, insbesondere in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Jugend und Sport.

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