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Ästhetik der Fülle und Ästhetik der Leere - Zur Ästhetik der traditionellen und zeitgenössischen Malerei in China
Mittwoch, 7. Dezember 2022, 19:30
von dieterboening
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GDCF-Düsseldorf e. V. - Arbeitsgruppe Kunst

 

 

Ästhetik der Fülle und Ästhetik der Leere -

Zur Ästhetik der traditionellen und zeitgenössischen Malerei in China

 

Die moderne chinesische Malerei steht im Spannungsfeld von – westlich geprägter – Moderne und den Konstanten der eigenen Kulturtradition (z.B. Literatenmalerei, Schriftkunst). Im Vortrag geschieht deshalb – nach einer Vorstellung ästhetischer Prinzipien der chinesischen Vormoderne – eine Konzentration auf Spuren der chinesischen Kulturtradition in der Moderne.

 

Laut den Regeln der traditionellen chinesischen Ästhetik soll ein Bild die Wirklichkeit nicht abbilden, sondern eine "Idee" des Künstlers sowie dessen Vitalität vermitteln; insofern haben wir keinen Realismus, sondern eine beachtenswerte Nähe zu unserer modernen abstrakten Malerei. Dadurch geschieht auch die Vermittlung einer suggestiv wirkenden poetischen Qualität – der leere Raum ist meist wichtiger als die ausgemalte Substanz. In dieser Form begegnet uns häufig eine "Ästhetik der Leere". Im Gegensatz hierzu gibt es in den Bildern berufsmäßiger Maler eine "Ästhetik der Fülle", die von Buntheit, prallen Inhalten und glückverheißender Symbolik geprägt ist.

 

Was die moderne chinesische Malerei betrifft, so will der Vortrag kulturelle Aspekte bzw. kulturell spezifische Elemente in der chinesischen Moderne aufzeigen. Dabei bleiben auch die beiden genannten Ästhetiken (Fülle und Leere) bedeutsam. Auch gibt es vielfältige Anzeichen von kulturell relevanten Konstanten. Vor allem (kalligraphische) Linie und Schriftzeichen scheinen als wesentliche Grundlage einer epochenübergreifenden chinesischen Ästhetik und somit auch einer chinesischen Identität zu fungieren.

 

 

Referent:        Prof. (em.) Dr. Karl-Heinz Pohl, Universität Trier

 

Über den Referenten.

Karl-Heinz Pohl, geboren 1945 in Saarlouis. Studium der Sinologie, Japanologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Hamburg, Bonn und Toronto (Kanada). 1982 Ph.D. in East Asian Studies an der Universität Toronto. 1987 - 1992 Professor für chinesische Literatur und Geistesgeschichte an der Universität Tübingen. 1992 - 2012 Professor für Sinologie an der Universität Trier.

Arbeitsgebiete: chinesische Geistesgeschichte, Ethik und Ästhetik des modernen und vormodernen China, interkulturelle Kommunikation und Dialog zwischen China und dem Westen.

 

Ort:                  Volkshochschule Düsseldorf (Bilk), Mecumstraße 10, 40223 Düsseldorf

Beginn:           19:30 Uhr

Eintritt:            kostenloser Eintritt    

 

 

Ort Düsseldorf

Die ADCG e.V.

Die ADCG e.V. ist die Dachorganisation Deutsch-Chinesischer Gesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland für China auf allen Ebenen, insbesondere in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Jugend und Sport.

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